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Urknall oder Schöpfungsgeschichte?

Beiträge (44)

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#1 Ehemaliges Mitgliedam 15.01.2008 @ 17:10
Ehemaliges Mitglied

also ich würde gerne mal wissen, weil ich in der schule auf den klops gekommen bin ...denkt ihr die welt enstand durch gott oder durch den urknall... also seht ihr das ganze aus religiöser oder wissenschaftlicher sicht oder wie auch immer? und warum? und wisst ihr ob es für eine der ansichten richtige beweise gibt oder ähnliches?

danke :-) schon mal im vorraus

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#2 lumpiam 15.01.2008 @ 17:14
lumpi

Ich glaub an die Schöpfungsgeschichte, den Weihnachtsmann, Weltfrieden und dass Elvis lebt.

#3 Arneam 15.01.2008 @ 17:29
Arne

Zitat von lumpi

Ich glaub an die Schöpfungsgeschichte, den Weihnachtsmann, Weltfrieden und dass Elvis lebt.

smile

Urknall... Bisher die logischste / physikalisch nachvollziehbarste Erklärung

#4 Ehemaliges Mitgliedam 15.01.2008 @ 17:30
Ehemaliges Mitglied

Ich möchte denjenigen sehen der mir im Jahr 2008 ernsthaft erzählen möchte, dass Gott die Welt erschaffen hat inkl. der ganzen Adam & Eva Story... mal ehrlich, ich respektiere, wenn jemand an Gott oder sonstwen glauben will aber wer mir etwas vom Wahrheitsgehalt der Schöpfungsgeschichte erzählen will den muss ich ganz freundlich fragen: Wo hast Du dein Leben bisher verbracht? In einem Erdloch? Hinterm Mond? in Salt Lake City?

Ich bin ja selber christlich erzogen und meine Eltern sind regelmäßige Kirchgänger, ja sogar Angestellte der Kirche aber selbst die sind soweit mit Inteligenz gesegnet, dass sie den Quark nicht ernsthaft glauben.

Womöglich ist Jesus noch tatsächlich übers Wasser gelaufen und Moses hat das Meer geteilt und bei mir war ne Spinne in der Jukkapalme :-D

#5 kermitam 15.01.2008 @ 17:38
kermit
Moderator

[quote=TillyLasVega

Womöglich ist Jesus noch tatsächlich übers Wasser gelaufen und Moses hat das Meer geteilt und bei mir war ne Spinne in der Jukkapalme :-D

[/quote]

Dazu (Vielleicht auch zu den anderen Themen) findet Ihr wirklich eindeutige und ausreichend bebilderte Antworten in dem Buch "Das Leben des Jesus" vom Stern-Zeichner Gerhard Haderer. Es lohnt sich, nur rechnet damit, dass Ihr danach einiges mit anderen Augen sehen werdet! ;-)

#6 Ehemaliges Mitgliedam 15.01.2008 @ 17:44
Ehemaliges Mitglied

Zitat von kermit

Dazu (Vielleicht auch zu den anderen Themen) findet Ihr wirklich eindeutige und ausreichend bebilderte Antworten in dem Buch "Das Leben des Jesus" vom Stern-Zeichner Gerhard Haderer. Es lohnt sich, nur rechnet damit, dass Ihr danach einiges mit anderen Augen sehen werdet! ;-)

haha cool, ich glaube das muss ich meiner Mum schenken :-D

Dieser Beitrag wurde 1x bearbeitet. Zuletzt am 15.01.2008 @ 17:44.
#7 Ehemaliges Mitgliedam 15.01.2008 @ 18:10
Ehemaliges Mitglied

Liebe Jojo,

Du hast sie geöffnet, die Büchse der Pandora! Jetzt musst Du mit dem leben, was ich nun von mir geben werde!

1) Urknall.
Die heute naturwissenschaftlich allgemein anerkannte Urknalltheorie geht davon aus, dass vor langer Zeit, genauer gesagt vor ~13,7Ga( Giga-Anni: Milliarden Jahre), sich das Universum in einem Punktförmigen Zustand befand. D.h. nicht nur alle Materie, sondern auch der Raum als solcher war auf einen Punkt hin konzentriert. Die Dimensionen waren noch nicht vorhanden; die Gesetze der Physik wie die Mechanik gab es noch nicht. Nicht, weil sie noch nicht entdeckt waren (Wer hätte sie denn bitte entdecken sollen!?) Sondern sie waren schlicht un einfach inexistent.
Dies blieb natürlich nicht so, sondern es kam, wie wir es alle kennen: Die Dimensionen "entfalten" sich, die physikalischen Gesetze entstehen, Materie entsteht, das alles kühlt ab, Sterne erste Generation entstehen durch die neu entstandene Gravitationskraft, diese Explodieren, eine Menge Staub wird frei, dieser verklupt zu Sternen 2. Generation die dann wiederum aus demselben Staub Planeten bilden. Auf den Planten entsteht dann sowas wie Leben, gesetzt den Fall, dass die richtigen Rahmenbedingungen herrschen. Das Leben entwickelt sich, eine Nukleinsäure wird von einer Generation an die nächste weitergegeben, und schau: Menschen laufen nach 13,7 Ga nach dem Urknall auf der Erde herum und erzeugen den Klimawandel!

1.1) Erklärungswert.
Alles was da oben geschrieben steht, lässt sich zuverlässug mit dem Urknall erklären. Die Evolution des Menschen, die Existenz von Planeten... Es gibt keinen guten Grund daran zu zweifeln. Offenbar wohnt der MAterie eine Tendenz inne, sich zu immer komplexeren Formen zusammenzufinden, sodass irgendwann duch eine unglaublich lange Abfolge von "Versuch und Irrtum" soetwas komplexes wie das Hirn entstanden ist.
Nocheinmal: Es gibt keinen naturwissenschaftlichen Grund, daran zu zweifeln, dass Urknall und Evolution den jetzigen Zustand der Welt erklären.

2.) Logik
Wir sind nun an einem Punkt der Diskussion angekommen, an dem die Naturwissenschaftler alles gesagt haben, was sie von ihrem Selbstverständins her sagen können. Sie haben alle Wirkungen ('Wirklichkeit' kommt von Wirkung, und Naturwissenschaftler beschäftigen sich NUR mir Wirkungen und deren Folgewirkungen) auf eine Anfangswirkung hin zurückgeführt.

Jetzt stecken sie tief in der Scheiße.

Denn naturwissenschaftlichen Erklärungen funktionieren also nur, wenn eine Wirkung eine Ursache hat. Welche Ursache soll aber eine Anfangssingularität, also der Zustand in dem alles, also Raum und Materie und Energie auf einen mathematischen(!) konzentriert waren haben? Naturwissenschaftlich ist das nicht mehr zu fassen, hier ist die Naturwissenschaft einfach sprachlos.

Das ist nun die Sterstunde der Philosophen!

Denn nun kommen wir zum eigentlichen Problem: "Warum gibt es also etwas, und nicht vielmehr nichts!?" ist die verwunderte Frage, die man sich auch noch in Zeiten der Quantenkosmologie stellen darf! Wir können nun versuchen zu Antworten:

a) Die Existenz von Seiendem ist Zufall. Schön. Gut. Ähhh... Ja... Nicht wirklich befriedigend. Wenn in der Natur nichts zufällig passiert, man kan ja alles durch physikalisch-mathematische Gesetze erklären, warum soll die Natur, also das, was wir Universum nennen, zufällig entstanden sein!?

b) Die Naturwissenschaftler haben und einen vorgelogen, die wahre Geschichte steht doch in der Bibel. -Nein, im Koran! -Oh, wieder falsch, sie steht in der griechischen Sage! Nein, in den indischen Veden... Wir sehen also, es gibt unzählige Schöpfungsmythen. Alle sind falsch. Auch - und das sage ich als katholischer Beinahe-Theologe - der Schöpfungsbericht der Genesis ist naturwissenschaftlich falsch! Jedenfalls ist er dann falsch, wenn wir ihn so verstehen, wie er geschreiben steht, ihn also praktisch genauso lesen, wie wir die Stimbergzeitung lesen.

Wir sehen also: wir scheinen nicht weiterzukommen. Die Naturwissenschaftler dürfen von ihrem Selbstverständnis her nichts mehr sagen, die Religiösen sagen nichts mehr, weil ihr kindliches Schriftverständnis sie in einen Konflikt mit den Naturwissenschafteng ebracht hat, die aber offensichtlich sehr erfolgreich sind, immerhin haben NWler den KErnspintomografen entwickelt und nicht der hl. Franziskus!

Gut, was machen wir nun mit unserer Frage? "Warum gibt es etwas, und nicht nichts"?

3) Theologie
Hier melden sich nun die Theologen, also die, die eine Ahung von der Schrift haben, und sie etwas genauer lesen können, als es der Laie kann, und somit wissen, was Schöpfung wirklich ist.

Schöpfung heißt nämlich nicht, dass der Herr die Welt in ihrem So-Sein, also in ihrer Art wie wir sie sehen,, und wie wir sie rekonstruieren können gemacht hat, sondern dass Er als höchstes Sein sie "vom nichtsein ins Sein gerufen hat". Also dass Er dafür verantwortlich ist, dass es etwas gibt, was sich danng emäß der physikalischen Gesetze so entwickeln kann, wie wir heute vor Augen haben. Schöpfung meint also, dass das, was da beim Urknall (zugegebener Maßen ziemlich leise, es gab ja noch keine Luft) genallt hat gemacht hat. Alles Seiende, also alles was ist kommt vom Sein also solchem. Das Sein als solches ist Gott, insofern er existiert, insofern er das höchste Sein ist.

Die Theologie geht aber noch einen Schritt weiter: sie sagt: "Rein logisch gesehen garantiert kein Augenblick den nächsten." Rein logisch also: Von jetzt auf gleich könnte alles was ist vom Zustand des Seienden in den Zustand des Nichtseins übergehen. Dass das bis jetzt noch nicht passiert ist, beweist aber noch nicht, dass es logisch nicht möglich ist. Also: Wir leben in einem ziemlich unsicheren Universum!
Aber wir haben Gott aus dem Spiel gelassen: Wenn es ein Sein gibt, was man personal auffassen kann, und das ist letztendlich Gott, das Sein als solches mit personaler Struktur, dann kann dieses Sein das Seiende im Sein erhalten, also verhindern, dass es ins Nicht-Sein fällt. Das meinen wir, wenn wir von Schöpfung sprechen.

Schöpfung muss also passiert sein, damit sowas wie Urknall und Evolution stattfinden können.

Dieser Beitrag wurde 1x bearbeitet. Zuletzt am 15.01.2008 @ 18:57.
#8 Arneam 15.01.2008 @ 19:17
Arne

Zitat von Lisch

Schöpfung muss also passiert sein, damit sowas wie Urknall und Evolution stattfinden können.

Aber nur solange, bis die Naturwissenschaft den Urknall als solchen physikalisch erklären kann.

#9 Ehemaliges Mitgliedam 15.01.2008 @ 19:23
Ehemaliges Mitglied

Wie das alles da ablief kann Physik gut erklären, auch jetzt schon, aber woher die ganze Materie-Energie-Materscherei herkommt, und warum es sie gibt kann sie nicht beantworten.

#10 Arneam 15.01.2008 @ 19:24
Arne

Ich bin recht zuversichtlich, dass sich bekannte Technologien auch in naher Zukunft rasch weiterentwickeln werden und die Grenzen der Physik irgendwann erweitert werden müssen - warum sollte also nicht auch das irgendwann erklärbar sein?

#11 Ehemaliges Mitgliedam 15.01.2008 @ 19:29
Ehemaliges Mitglied

Nun, weil es sich um keine Frage handelt, deren Antwort im Universum zu suchen ist, sondern eine Sinnfrage. Salopp formliert ist die Frage nach dem Ursprung des Universums eine Frage nach dem Motto: "Was soll das ganze überhaupt!?". Das kann kein Physiker beantworten!

#12 Ykeam 15.01.2008 @ 19:43
Yke

schon mal jemand an das fliegende spagetthimonster gedacht?

meiner ansicht ist es der schöpfer von allem :D

Zitat von Auch wenn manche Physiker und Biologen uns glaubhaft machen möchten, alles sei erklärbar. Wir haben es selbst studiert und glauben nun: Alles ERSCHEINT nur so, als sei es erklärbar. In Wirklichkeit ist alles vom Fliegenden Spaghettimonster erschaffen worden.

von der seite: http://www.das-fsm.de/glaube.htm

;-)

#13 Ehemaliges Mitgliedam 15.01.2008 @ 19:59
Ehemaliges Mitglied

haha das fliegende spaghetti monster ... ich hörte davon . gute theorie ;-)

#14 Ehemaliges Mitgliedam 15.01.2008 @ 20:39
Ehemaliges Mitglied

Also wenn ich überhaupt etwas derartiges glaube, dann doch wohl eher die Geschichte des Urknalls!

Wenn du das aber genau wissen willst, dann musst du Frau Oellers fragen, weil die weiss ja alles, ne? :-)

Könntest auch allerdings den Zen lesen und eine Religion ausüben in der es keine Schöpfungsgeschichte gibt!

@Lisch : die Materien sind durch den "Urknall" entstanden, also muss es vorher keine Schöpfung gegeben haben! Die Erde zum Beispiel ist meines Wissens nach durch verschiedene Gase oder Gasähnliche Materien entstanden. Ich lasse mich aber auch gerne eines besseren belehren, da mein Wissen darüber im Moment lückenhaft ist.... alles vergessen =/

Dieser Beitrag wurde 1x bearbeitet. Zuletzt am 15.01.2008 @ 20:42.
#15 Ehemaliges Mitgliedam 15.01.2008 @ 21:30
Ehemaliges Mitglied

das thema ist definitiv zu komplex und meiner ansicht nacht unlösbar...Gott? ich zweifel dran...aber erklärt euch mal bitte unsere Seelen. Wie ist es zu erklären, dass jeder von uns einzigartig ist...ich will nicht sagen, dass irgendein gott mich erschaffen hat...aber die seele ist definitiv unerklärlich.

darum glaube ich auch nicht, dass mit dem leben schluss ist...ich glaub eher nur die hülle stirbt...nur was mit der seele passiert...keine ahnung .... sicherlich kommt keiner in die hölle oder in den himmel.

vielleicht ist unser Universum nur ein winzigkleiner teil in einer kopfschuppe eines typens der irgendwo anders rumläuft....erinnern sich evtl jezz n paar an Simpsons die haben das auch mal aufgeschnappt ;-)

Dieser Beitrag wurde 1x bearbeitet. Zuletzt am 15.01.2008 @ 21:31.
#16 Ehemaliges Mitgliedam 15.01.2008 @ 21:36
Ehemaliges Mitglied

schön fand ich dazu auch das ende von men in black. wo unsere galaxie nur eine murmel in einem spiel eines "wesens" ist

#17 Ehemaliges Mitgliedam 15.01.2008 @ 21:48
Ehemaliges Mitglied

ja das wäre genauso gut möglich wie das irgendwo n bärtiger typ sitzt und sein sohn jesus heißt =P

#18 Ehemaliges Mitgliedam 15.01.2008 @ 22:05
Ehemaliges Mitglied

ad tical:
ja und nein: Im Urknall gab es keinen Unterschied zwischen Energie und Materie. Es gab nur irgendeine Zustandsform, die sich von beidem unterschied. Alles, was heute existiert und sich physikalisch beschreiben lässt, hat sich aus der Anfangssingularität entwickelt. Die Gesamtenergie-Materie-Bilanz des Universums hat sich vom Urknall bis heute nicht geändert! Nur die Zustandsformen haben sich geändert...

ad Tyrant:
Die Existenz von Seelen wird heute unter Philosophen stark in Frage gestellt, sowie die Existenz eines freien Willens. Das was wir Seele nennen ist nur Einbildung, eigentlich ist alles Materie die ihre Form nach dem Tod verlieren wird. Der Mensch hört also nach dem Tod auf zu existieren.

#19 Ehemaliges Mitgliedam 15.01.2008 @ 22:11
Ehemaliges Mitglied

@Lisch: Ich habe diese Argumentation der Theologen nie so recht verstanden und das, obwohl ich sie schon sehr oft von verschiedenen Theologen gehört habe: Einerseits postulieren sie das Problem, dass sich für die Wirkung des Urknalls keine Ursache finden lässt. Also gehen sie davon aus, dass der/ein Gott/göttliches Wesen/höhere Form des Seins die Ursache gewesen sein muss. Aber was war dann die Ursache für Gott/... ? Die häufigste Antwort darauf ist, dass Gott sich ja gerade dadurch auszeichnet, keine Ursache gehabt zu haben, einfach da war. Aber wenn man das für einen Gott annehmen kann, warum nicht für das Universum selbst?

Ein weiterer Punkt: Die Wissenschaft ist nicht in der Lage (und soweit man das bisher sagen kann, wird sie es nie sein), die Geschichte des Universums bis hinter einen bestimmten Punkt zu beobachten und zu berechnen. Das muss jedoch nicht heißen, dass es vor dem Urknall nichts gab. Ein paar Astrophysiker gehen davon aus, dass es schon vor dem Urknall Ereignisse gegeben hat.

@Tyrant: Einzigartigkeit der "Seele"... Na ja, betrachte mal deine Persönlichkeitsentwicklung als eine mathematische Gleichungen mit einer Vielzahl an Variablen: Veranlagung, Einflüsse während des Wachstums im Mutterleib, Einflüsse während der einzelnen Phasen der Kindheit usw. usf.. Selbst wenn man nur ein ganz ganz rudimentäres Wissen über Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung hat, kann man in etwa erahnen, wie viele Kombinationsmöglichkeiten es da gibt. Eine total identische Entwicklung zweier Menschen ist absolut unmöglich, dementsprechend ist auch eine totale Ähnlichkeit zweier Menschen unmöglich.

#20 Ehemaliges Mitgliedam 15.01.2008 @ 22:12
Ehemaliges Mitglied

naja...auf Philosophen...würde ich mal nix geben...ich mein...die philosophieren halt...

ach keine ahnung...wir werden es sehen =P

vllt. leben wir ja auch in der Matrix ... wissen wirs? nö ;-)

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