Die Welt der Buchstaben zu begreifen, ist für das Gehirn eine Höchstleistung: Digitale Spielereien könnten dabei stören, warnen Experten.
http://www.welt.de/wissenschaft/article9289315/Was-Kindern-das-Lesen-schwer-macht.html
Da scheint was dran zu sein...
Überlegen wir mal: in welchen Kulturen wurden die größten Denkleistungen vollbracht? Das waren dochwohl a) die Griechen und b) die Juden. Beides Völker die relativ früh Zugang zu Buchstabenschriften hatten. Beide Völker konnten so schon vor mehr als 2500 Jahren die kühnstenGedanken denken.
Vergleichen wir das nun mit andern Hochkulturen, die nicht über eine Buchstabenschrift sondern über Logogramme (Ein Zeichen = ein Wort) verfügen: Hier wurde nie der Grad der gedanklichen Abstraktion erreicht, den die Griechen und die Juden (und nachfolgend auch die Lateiner und die islamischen Gelehrten) erreichten. Fernöstliche Philosophien sind immer "Lebenspraktische Philosophien" geblieben und haben nie versucht, den "Sinn" hinter den ganzen Erscheinungen zu ergründen. Sie haben einfach gesagt: Den gibt es nicht! Wohl deshalb, weil die Frage nach dem Sinn auf Grund der sehr konkreten Sprachen gar nicht stellbar war.
Wenn man noch einen schritt weiter geht, und sich die Philosphien in Europa betrachtet, danns tellt man eine ähnliche, wenn auch weniger gravierende Diskrepanz zwischen dem angelsächsischen Raum und Kontinentaleuropa fest: Die Angelsachsen haben eine sehr lautmalerische, bildliche Sprache, die Kontinentaleuropäer sind da eher symbolisch geprägt. Die Angelsächsische Philosophie ist sehr konkret und weltbezüglich, die kontinentaleuropäische ist eher abstrakt. Auch hier scheint sich der Unterschied zwischen bildlich-denkenden und symbolisch-denkenden fortzusetzen.
Was sagt uns das?
Kurz und knapp: wer viel leist kann besser denken. Wer viel liest hat nicht nur den Vorteil, nicht alle Fehler selber machen zu müssen, um aus ihnen zu lernen, wer viel liest schult auch sein Denken, um Fehler schon im Vorhinein zu erkennen und vor allem: wer viel liest erlängt die Fähigkeit, die Niederungen endlichen Seins denkend zu verlassen und sich den wirklich wichtigen ewigen Wahrheiten zuzwenden. Wer viel liest hat gute Voraussetzungen, ein guter Theologe oder ein guter Mathematiker zu werden!
Würde also bedeuten, dass die Assoziativität (de Sassure) symbolischer Zeichen in phonographischen Schriftsystemen der entscheidende Faktor ist, welcher einen enormen Vorsprung an vermehrter kognitiver Leistungskraft ganzer Kulturen bedingt?
Kann das allein wirklich so ausschlaggebend sein?
Ja, denn Schriftlichkeit beeinflusst Sprache. Wenn schriftlichkeit zum symbolischen Denken anregt, dann fördert sie gleichzeitig das Abstraktionsvermögen. Wenn schriftlichkeit zum konkreten Denken anregt (wie es die asiatischen Schriftsysteme tun, nicht umsonst sind Manga gerade dort so beliebt...) kann sich das hinderlich auf die Entwicklung abstrakter Denkmöglichkeiten auswirken.
too short, didnt also read
nein spaß beiseite ich kann nicht lesen....
jan du bist echt n affe :D
das ist der erste gute thread den ich hier bei unig sehe und dann kommst du und fickst das niveau.